Pilgerreise zur #Sonntagsruhe

Ich sitze vor meinem Rechner und habe keine Ahnung, was ich schreiben soll. Ich schreibe diesen Eintrag vor, denn wenn mein Samstagabend gut wird, werde ich Sonntag einfach nur sehr müde im Bett liegen, aber dazu am Dienstag mehr.
Ich tue also das einzige, was mir einfällt und das ist mein aktuelles Hörbuch einzuschalten und da kommt die Erkenntnis. Dann empfehle ich euch einfach mal genau dieses Buch.

Aber erstmal noch etwas vorweg, denn das macht es gerade wichtig. Ich bin ein Mensch, der unfassbare Probleme damit hat Routinen zu erarbeiten und einzuhalten und manchmal bin ich einfach zu kaputt um Dinge zu tun. Doch vor ein paar Tagen hat mich dieses Hörbuch irgendwie dazu gebracht meine komplette To-Do-Liste zu bearbeiten, ohne das es sonderlich anstrengend für mich erschien, denn für mich war es ein Ansporn. Für eine Freundin ist so ein Ansporn Alexander Hamilton, denn sie meint, wenn er in so jungen Jahren so viele Werke veröffentlichen konnte, dann kann sie nun auch das Bad putzen.

20170616_195351Und wenn Hape Kerkeling völlig untrainiert den Jakobsweg laufen kann, dann kann ich auch diesen Blogeintrag schreiben und in Zukunft den Haushalt machen und meine Wochen planen.
Ich weiß nicht mehr, warum ich das Buch gelesen, geschweige denn gekauft habe. Ich glaube, es lag wirklich nur daran, dass ich Hape Kerkeling mag und seine Arbeit schätze. Ich fing also relativ erwartungslos an zu lesen und ich wurde emotional mitgerissen. Dieses abgedruckte Tagebuch eines Mannes, der aus einem Impuls heraus entscheidet einen Monat lang quer durch Spanien zu laufen, bewegt etwas in mir. Nicht nur der Wille, der dahinter steht, sondern vor allem die Geschichten seiner Erfahrungen, Erinnerungen und Begegnungen.
Auf den Inhalt möchte ich auch gar nicht so genau eingehen, denn ich wüsste nicht was ich herauspicken soll und es würde vor allem den Fluss der Lektüre behindern.

Ich bewundere seine Ehrlichkeit, mit der er über seine Beziehung zu Gott spricht und vor allem auf Ereignisse in seinem Leben zurückblickt. Aber auch, wie ehrlich und direkt er die Strapazen des Weges beschreibt und man nachvollziehen kann, was für eine Herausforderung das ist.

Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich vielleicht den Jakobsweg auch einiges Tages einmal laufen möchte, aber ich weiß nicht ob ich das je realisiere. Alleine jedoch die Idee des einfach Laufens finde ich so verlockend, vielleicht mache ich das bald einfach mal. Rucksack packen, loslaufen und abwarten was mit mir passiert.

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